Hat sich ein Marder auf dem Dachboden, in der Garage oder auf dem Grundstück eingenistet, wünschen sich viele Betroffene eine schnelle Lösung. Im Internet finden sich zahlreiche Tipps – von Hausmitteln über Ultraschallgeräte bis hin zu verschiedenen Geruchsstoffen. Doch nicht jede Methode führt dauerhaft zum Erfolg.
Da Steinmarder in Deutschland besonders geschützt sind, dürfen sie grundsätzlich nicht verletzt oder getötet werden. Ziel ist daher eine tierschutzgerechte Mardervergrämung, bei der das Tier den Bereich freiwillig verlässt und anschließend ein erneuter Zugang verhindert wird.
Warum halten sich Marder in Gebäuden auf?
Marder suchen geschützte Rückzugsorte. Dachböden, Garagen oder Schuppen bieten Wärme, Ruhe und Schutz vor Witterung. Besonders während der Aufzucht der Jungtiere bevorzugen weibliche Tiere solche geschützten Bereiche.
Solange geeignete Einstiegsmöglichkeiten vorhanden sind, kehren Marder häufig immer wieder zurück.
Kann man einen Marder selbst vertreiben?
Je nach Situation können einfache Maßnahmen dazu beitragen, einen Marder zu vergrämen. Entscheidend ist jedoch, dass sich keine Jungtiere im Versteck befinden und anschließend sämtliche Einstiegsmöglichkeiten dauerhaft verschlossen werden.
Ohne diese Absicherung besteht ein hohes Risiko, dass derselbe oder ein anderer Marder später erneut einzieht.
Welche Methoden werden häufig eingesetzt?
Zur Mardervergrämung kommen unterschiedliche Verfahren infrage. Welche davon sinnvoll sind, hängt unter anderem vom Aufenthaltsort und vom Verhalten des Tieres ab.
- optische Reize
- Geräusche oder Ultraschallgeräte
- Lichtquellen
- Geruchsstoffe
- temporäre Störungen des Aufenthaltsortes
- anschließende Sicherung aller Zugänge
Helfen Hausmittel gegen Marder?
Immer wieder werden Essig, Mottenkugeln, WC-Steine, Hundehaare oder stark riechende Substanzen empfohlen. Solche Hausmittel können einzelne Tiere kurzfristig irritieren. Ein dauerhaftes Verlassen des Reviers ist dadurch jedoch häufig nicht zu erwarten.
Marder gewöhnen sich mit der Zeit oft an gleichbleibende Gerüche. Deshalb stellen Hausmittel meist keine langfristige Lösung dar.
Sind Ultraschallgeräte sinnvoll?
Ultraschallgeräte werden häufig zur Marderabwehr angeboten. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab. Räume mit vielen Balken, Ecken oder Dämmmaterial können dazu führen, dass sich Schallwellen nur eingeschränkt ausbreiten.
Außerdem können sich einzelne Tiere an gleichbleibende Reize gewöhnen. Daher bieten Ultraschallgeräte allein meist keine dauerhafte Lösung.
Warum ist das Verschließen der Zugänge so wichtig?
Selbst wenn ein Marder erfolgreich vertrieben wurde, bleibt das Gebäude weiterhin attraktiv. Offene Dachbereiche, Lüftungsöffnungen oder Fassadenspalten ermöglichen jederzeit einen erneuten Zugang.
Deshalb sollten sämtliche Einstiegsmöglichkeiten erst dann verschlossen werden, wenn sicher ist, dass sich kein Tier mehr im Gebäude befindet.
Welche Fehler sollten vermieden werden?
Viele gut gemeinte Maßnahmen erschweren die Situation sogar oder führen lediglich zu einer Verlagerung des Problems.
- Zugänge verschließen, obwohl sich der Marder noch im Gebäude befindet.
- Eigenmächtig Fallen einsetzen.
- Gift oder gesundheitsschädliche Stoffe verwenden.
- Jungtiere unbeabsichtigt im Dachboden einschließen.
- Sich ausschließlich auf Hausmittel verlassen.
Wann sollte ein Fachbetrieb hinzugezogen werden?
Ein Fachbetrieb empfiehlt sich insbesondere dann, wenn sich der Marder bereits über längere Zeit im Gebäude aufhält, wiederholt zurückkehrt oder sich der Aufenthaltsort nicht eindeutig feststellen lässt.
Auch wenn Jungtiere vermutet werden oder mehrere Einstiegsmöglichkeiten vorhanden sind, ist eine fachgerechte Vorgehensweise sinnvoll.
Wie läuft eine professionelle Mardervergrämung ab?
Zunächst wird das Gebäude auf Spuren des Marders sowie auf mögliche Einstiege untersucht. Anschließend wird beurteilt, welche Maßnahmen zur Vergrämung geeignet sind.
Nachdem sichergestellt wurde, dass sich kein Marder mehr im Gebäude befindet, werden sämtliche Zugänge dauerhaft verschlossen. Dadurch lässt sich das Risiko eines erneuten Befalls deutlich reduzieren.
So beugen Sie einem erneuten Befall vor
Regelmäßige Kontrollen von Dach, Fassade und Lüftungsöffnungen helfen dabei, neue Einstiegsmöglichkeiten frühzeitig zu erkennen. Besonders nach Stürmen oder Dacharbeiten empfiehlt sich eine Sichtprüfung.
Je besser mögliche Zugänge gesichert sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Marder den Dachboden erneut als Unterschlupf nutzen.
Fazit
Den Marder dauerhaft zu vertreiben gelingt meist nicht durch einzelne Hausmittel oder technische Geräte allein. Langfristigen Erfolg verspricht in der Regel erst die Kombination aus fachgerechter Vergrämung und einer dauerhaften Sicherung aller Einstiegsmöglichkeiten.
Mardervergrämung in Berlin
Wenn Sie einen Marder vertreiben möchten oder bereits einen wiederkehrenden Befall festgestellt haben, unterstützen wir Sie mit einer fachgerechten Mardervergrämung in Berlin und Umgebung. Wir prüfen die Situation vor Ort und helfen dabei, Ihr Gebäude dauerhaft vor einem erneuten Befall zu schützen.