Ameisen unter der Terrasse oder zwischen Pflastersteinen gehören zu den häufigsten Problemen im Garten. Einzelne Ameisen sind dabei zunächst nichts Ungewöhnliches. Entwickelt sich jedoch ein größeres Nest, können sich Pflastersteine absenken, Sand ausgespült werden oder die Tiere gelangen von außen bis ins Haus.

Viele Grundstückseigentümer bemerken das Problem erst, wenn sich kleine Sandhaufen zwischen den Fugen bilden oder plötzlich zahlreiche Ameisen über Terrasse, Gehweg oder Einfahrt laufen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, warum Ameisen diese Bereiche bevorzugen, welche Folgen ein größeres Nest haben kann und wann eine professionelle Ameisenbekämpfung sinnvoll ist.

Kurz erklärt

Terrassen und Pflasterflächen bieten Ameisen ideale Bedingungen. Die Hohlräume unter den Steinen sind trocken, warm und gut geschützt. Größere Kolonien können mit der Zeit den Untergrund lockern und sich bis in Gebäudenähe ausbreiten.

Warum bauen Ameisen ihre Nester unter Pflastersteinen?

Ameisen suchen geschützte Bereiche mit möglichst konstanten Bedingungen. Unter Terrassenplatten, Gehwegen oder Einfahrten finden sie genau diese Voraussetzungen. Die Steine speichern Wärme, schützen vor Regen und bieten zahlreiche kleine Hohlräume für den Nestbau.

Besonders Sand- oder Splittbettungen eignen sich hervorragend. Die Tiere können dort leicht Gänge anlegen, ohne dass das Nest ständig überflutet wird. Gleichzeitig sind Futterquellen im Garten meist nicht weit entfernt.

Gerade im Frühjahr und Sommer wachsen die Kolonien stark an. Dadurch werden auch die unterirdischen Gänge immer größer.

Woran erkennt man ein Ameisennest unter der Terrasse?

Nicht jede Ameise bedeutet automatisch ein Nest direkt unter der Terrasse. Einige typische Anzeichen sprechen jedoch dafür.

  • feine Sandhaufen zwischen den Pflasterfugen
  • zahlreiche Ameisen an denselben Stellen
  • mehrere Ein- und Ausgänge zwischen den Steinen
  • lockere oder leicht wackelnde Pflastersteine
  • verstärkte Aktivität bei sonnigem Wetter

Je größer das Volk wird, desto deutlicher fallen diese Merkmale meist auf.

Kann ein Ameisennest Schäden verursachen?

Einzelne Ameisen richten normalerweise keine Schäden an einer Terrasse an. Große Kolonien können jedoch über längere Zeit den Untergrund verändern.

Durch das ständige Anlegen neuer Gänge wird Sand oder Fugenmaterial nach oben transportiert. Dadurch entstehen Hohlräume unter den Steinen. Im Laufe der Zeit können sich einzelne Platten oder Pflastersteine leicht absenken oder ihre Stabilität verlieren.

Besonders betroffen sind Terrassen mit Sandbettung sowie ältere Pflasterflächen, bei denen das Fugenmaterial bereits teilweise ausgewaschen wurde.

Gut zu wissen

Die Ameisen beschädigen die Pflastersteine selbst nicht. Probleme entstehen durch die Veränderung des Untergrunds und die entstehenden Hohlräume.

Warum gelangen Ameisen später ins Haus?

Befindet sich das Nest direkt an der Hauswand oder unter einer Terrasse, ist der Weg ins Gebäude oft nur kurz. Bereits kleinste Öffnungen an Türen, Fenstern oder Leitungsdurchführungen reichen aus.

Findet das Volk im Haus eine attraktive Nahrungsquelle, entstehen schnell Ameisenstraßen in Küche, Speisekammer oder Wohnbereich. Deshalb sollte ein größeres Nest im unmittelbaren Hausbereich nicht dauerhaft ignoriert werden.

Was können Sie selbst tun?

Zunächst lohnt sich eine genaue Beobachtung. Wo befinden sich die Ein- und Ausgänge? Wie groß ist die betroffene Fläche? Treten die Ameisen ausschließlich draußen auf oder gelangen sie bereits ins Gebäude?

Zusätzlich können folgende Maßnahmen helfen:

  • Essensreste auf der Terrasse entfernen.
  • Fallobst regelmäßig aufsammeln.
  • Offene Müllbehälter geschlossen halten.
  • Tierfutter nicht dauerhaft im Außenbereich stehen lassen.
  • Beschädigte Fugen nach einer erfolgreichen Bekämpfung erneuern.

Diese Maßnahmen reduzieren die Attraktivität des Bereichs, beseitigen jedoch nicht automatisch ein bereits bestehendes Nest.

Hausmittel – helfen sie wirklich?

Im Internet finden sich zahlreiche Tipps wie Backpulver, Essig, Zimt oder Kaffeesatz. Solche Hausmittel können einzelne Laufwege kurzfristig beeinflussen oder Ameisen vertreiben. Das eigentliche Nest bleibt jedoch häufig bestehen.

Nicht selten verlagert sich die Kolonie lediglich an eine andere Stelle unter der Terrasse oder in den angrenzenden Gartenbereich. Dadurch scheint das Problem zunächst gelöst, tritt aber kurze Zeit später erneut auf.

Wann sollte ein Fachbetrieb helfen?

Professionelle Unterstützung empfiehlt sich insbesondere dann, wenn:

  • große Ameisenkolonien vorhanden sind,
  • sich Pflastersteine bereits lockern,
  • die Ameisen regelmäßig ins Haus gelangen,
  • Hausmittel keinen Erfolg bringen oder
  • das Nest direkt an der Hauswand vermutet wird.

Ein Fachbetrieb beurteilt die Situation vor Ort und wählt eine geeignete Vorgehensweise. Ziel ist nicht nur die Beseitigung der sichtbaren Ameisen, sondern die nachhaltige Behandlung der gesamten Kolonie.

Wie lässt sich ein erneuter Befall verhindern?

Nach einer erfolgreichen Bekämpfung lohnt es sich, den Bereich dauerhaft zu kontrollieren. Saubere Fugen, geschlossene Eintrittsstellen am Gebäude und das Entfernen attraktiver Futterquellen erschweren eine erneute Ansiedlung.

Auch beschädigte Pflasterflächen sollten bei Gelegenheit instand gesetzt werden, damit sich keine größeren Hohlräume bilden können.

Ameisen unter Terrasse oder Pflastersteinen in Berlin?

Wenn sich unter Ihrer Terrasse oder zwischen Pflastersteinen größere Ameisennester gebildet haben oder die Tiere bereits ins Gebäude gelangen, unterstützen wir Sie gerne. Seibel365 organisiert eine fachgerechte Ameisenbekämpfung in Berlin und Umgebung und hilft dabei, die Ursache nachhaltig zu beseitigen.

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